Wittelsbacher Wolpertinger

Den berühmten bayerischen Wolpertinger kennt nun wirklich jeder. Doch wer hat schon einmal von dem Affertinger, dem Rehertinger, dem Haunsertinger und dem Aindeltinger gehört?

Diese Fantasiewesen haben sich die Kinder der Realschule Affing ausgedacht. Im Deutschunterricht behandelte die Klasse 6b die Aufsatzart „Beschreibung eines Gegenstands“. Doch welcher Gegenstand könnte spannender sein als ein selbstausgedachtes Mischwesen im Sinne eines Wolpertingers. Diese sollten, so die Idee, aus den jeweiligen Heimatorten der SchülerInnen stammen. Mit viel Witz und Humor entwickelten nun beispielsweise die Gundelsdorfer ihren Gundertinger, die Oberacher ihren Oertinger, die Igenhauser ihren Igertinger und die Todtenweiser ihren Todtertinger.

Da die Deutschlehrerin der Klasse, Maria Fest, so stolz auf die Ergebnisse war, beschloss sie, in der Affinger Grundschule eine Mitstreiterin für die Wittelsbacher Wolpertinger zu suchen. Die 3. Klasse von Frau Straßinger erklärte sich bereit, gemäß den Aufsätzen Bilder zu gestalten und so nahmen die Wesen Gestalt an. Die kleinen Künstler haben hervorragende Arbeit geleistet. Die Freude über die gelungenen Werke war riesig. Dabei bemerkte der ein oder andere Aufsatzschreiber aber auch, dass es nicht so einfach ist, seine eigene Vorstellung immer verständlich zu Papier zu bringen. 

Um nun auch noch die Kleinsten an dem Ringprojekt zu beteiligen, erklärte sich Frau Gföllner von der KiTA in Bergen bereit, gemeinsam mit den Realschülern den Hintergrund für die Bilder zu gestalten. Die Sechstklässler besuchten ihre kleinen Nachbarn zwei kreative Stunden lang. Gemeinsam schnitten und klebten sie mit den Kindergartenkindern. Die Wittelsbacher Wolpertinger haben nun auf fröhlichen Sommerwiesen ein Zuhause gefunden.

Die Zusammenarbeit von Klein und Groß war für alle ein besonderes Erlebnis und auf die kreativen Ergebnisse können alle mehr als stolz sein.