Bühne frei für „Herzwerker“

„Handwerker“ kennt jeder und jeder weiß, wie wichtig die handwerklichen Berufe sind. Mit  „Herzwerker“ lassen sich die Menschen bezeichnen, die im sozialen Bereich tätig sind und damit viel Gutes tun. Um ihre Arbeit, ihre Ausbildung und ihre Karrierechancen zu verdeutlichen, wurde das Projekt „Herzwerker“ ins Leben gerufen und vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales unterstützt. So fand ein ganz besonderer und sehr berührender Theaterabend an unserer Schule statt, der vom Elternbeirat und Förderverein unter anderem kulinarisch unterstützt wurde.

Unsere Schüler Alexandros Kanellos (7a), Elias Lechner (8b), Lukas Gogesch (8a), Sebastian Moor (8c), Sebastian Geiger (8b), Katharina Lichtenberger (7b), Carina Müller (7b) und Annika Bestele (7c) hatten mit dem Theaterpädagogen Jean-Francois Drozak eine Woche lang intensiv  gearbeitet. Sie hörten Geschichten aus dem Berufsalltag von vier Personen, die im sozialen Bereich arbeiten. Anschließend setzten die Jugendlichen diese Erfahrungen auf der Bühne um. „Playback“ nennt Drozak diese Darstellung und sie war beeindruckend. Eine ganz andere Art der Berufsinformation: eine kreative und ganzheitliche Umsetzung. Nur einige Blechtonnen waren notwendig, um sich in der Werkstatt einer Behindertenhilfe oder einer Wohngemeinschaft der Jugendfürsorge wiederzufinden.

Die Experten, die zum Erfolg dieses Abends beigetragen haben, sind Jennifer Frank (Kindertagesstätte Krambambuli in Affing-Haunswies), Michael Wagner (Jugendhilfe der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg), Alina Sayed (von der Behindertenhilfe der Caritas Augsburg Ulrichswerkstätten) und Julia Felletschin aus dem Bereich Altenpflege (Albertusheim Augsburg). Alle wurden auf die Bühne geholt und dort von Drozak interviewt.

Zu den Gästen der Vorstellung zählte auch der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Schwaben, Bernhard Buchhorn. Er freute sich, dass man sich in der Realschule Bergen nicht nur mit Berufen auseinandersetzt, so wie das zum Wesen der Realschule gehöre, sondern Berufe „in Szene setzt“.

Für alle Schüler der 7. bis 10. Klassen gab es eine Vormittagsvorstellung und  vielleicht konnte beim ein oder anderen Interesse für „Herzwerker“-Berufe geweckt werden.